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Bei der Finanzierung Ihrer Immobilie ist neben günstigen Zinskonditionen vor allem eine optimale Konstellation der Finanzierungsbausteine notwendig. Hier finden Sie weitere Tipps zum Thema Finanzdienstleistungen.

Verbrauchertipps

Mit einem Forward-Darlehen die aktuellen Zinsen sichern

Ist das erste Baudarlehen einmal abgeschlossen, erinnert meist lediglich die monatliche Ratenzahlung an den einst aufgenommenen Kredit. Nur: Irgendwann läuft das Darlehen aus, ohne dass der Kredit bereits komplett getilgt ist. Um die Restschuld abzustottern, benötigen Immobilienbesitzer dann in der Regel ein Anschlussdarlehen. Damit sollten sie sich aber nicht erst kurz vor knapp beschäftigen: Es lohnt, sich schon mit einigem Vorlauf die aktuellen Bauzinsen anzuschauen.

Sollzinsen liegen derzeit bei rund 1 Prozent

Läuft das erste Darlehen aus, verfällt damit auch die vorherige Zinsbindung. Die Konditionen werden also neu verhandelt. Wer sein erstes Darlehen vor 10, 15, 20 Jahren abgeschlossen hat, wird sich freuen: Damals lagen die Sollzinsen des Darlehens meist über 4 Prozent, teils sogar bei bis zu 6 Prozent. Aktuell hingegen sind es um die 1 Prozent. Doch was, wenn das alte Darlehen erst in 2, 3 Jahren ausläuft und die Zinsen sich bis dahin schon wieder verselbstständigt haben?

Forward-Darlehen fixiert das niedrige Zinsniveau auf Jahre

Die Lösung nennt sich „Forward-Darlehen“. Hiermit kann sich der Kunde die günstigen Zinsen im Voraus reservieren. Konkret funktioniert das so, dass er schon heute – zu den aktuellen Konditionen – einen Vertrag unterschreibt, den aber erst ab einem späteren Zeitpunkt bedient. Das kostet ihn nur einen kleinen Zuschlag auf den derzeit aktuellen Zins. Im Gegenzug hat er die Möglichkeit, sich die derzeitigen Konditionen über Jahre zu sichern.

Produkt bietet neben Zins- auch Planungssicherheit

Die aktuell niedrige Zinsbelastung ermöglicht es vielen Kunden, ihre Tilgungsleistung signifikant zu erhöhen. Dadurch können sie die Darlehenszeit enorm verkürzen. Und das Produkt gibt schlicht und einfach Planungssicherheit – schließlich weiß der Kunde jetzt schon, welche monatliche Belastung langfristig auf ihn zukommt.

Mischfonds mit Sicherheitsbonus 

Insbesondere wenn die Börse boomt, spricht alle Welt von attraktiven Renditen. Doch risikobewusste Anleger wissen auch um die Kurs- und Währungsrisiken von Aktien und Renten.

Tipp: Um das Risiko zu mindern, sollten Anleger ihr Geld bewusst streuen. Eine ideale Lösung stellen Investmentfonds dar. Durch eine breite Streuung auf viele verschiedene Wertpapiere einer Art oder durch eine Verteilung des Kapitals auf verschiedene Wertpapierarten können Wertschwankungen weitgehend ausgeglichen werden.

Der "beste" Zeitpunkt 

Wie lange sollten Anteile an Investmentfonds gehalten werden? Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Verkauf der Anteile gekommen? Immer dann, wenn die Börse boomt, werden Antworten auf diese Fragen gesucht. Doch den "besten" Zeitpunkt gibt es nicht. Zumindest ist er nicht im Voraus zu bestimmen. Wichtig ist es auf jeden Fall, für die Auszahlung statt eines Zeitpunktes eine gewisse Zeitspanne ins Auge zu fassen. So erwachsen gute Chancen, die Fondsanteile mit Gewinn verkaufen zu können.

Tipp: Anleger sollten sich bereits im Vorfeld über ihre persönliche Anlagestrategie im Klaren sein. Wie lange soll das Geld "arbeiten": "bis zu 2 Jahre", "3 bis 5 Jahre", "6 bis 10 Jahre" oder sogar "länger als 10 Jahre"? Außerdem muss der Anlegertyp feststehen. Dabei hilft eine Einstufen auf der Skala "sicher" – "ausgewogen" – "dynamisch". Erst mit diesen Zusatzinformationen können Anlageberater eine Empfehlung für das persönlich optimale Depot geben.