Pflegeversicherung für Selbstständige

Pflegeversicherung für Selbstständige

Pflegekosten und die Pflegeversicherung

Pflegekosten und Pflegeversicherung sind Themen, die jeden angehen, denn unsere Gesellschaft überaltert immer mehr. Selbstständige und Unternehmer stecken oft ihre ganze Kraft in den Firmenaufbau. Die Firma soll meist nach dem aktiven Arbeitsleben an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin übergeben werden. Um so wichtiger ist es, sich für den Ernstfall rechtzeitig mit dem Thema "Pflegekosten" zu beschäftigen. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen nicht aus, um die tatsächlich anfallenden Kosten im Pflegefall zu decken. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen:

Kennen Sie die 3 Komponenten der Pflegeversicherung?

Pflegepflichtversicherung

Die Pflegepflichtversicherung ist obligatorisch. Die Leistungen sind vom Gesetzgeber einheitlich festgelegt. Als gesetzlich Versicherter sind Sie Pflichtmitglied in der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung, als Kunde der LVM-Krankenvollversicherung haben Sie automatisch Ihre Pflegepflichtversicherung bei der LVM.

Die wesentlichen monatlichen Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung finden Sie in der Tabelle:

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung Pflegegeld bei häuslicher Pflege durch Angehörige Sachleistungen bei häuslicher Pflege durch Pflegedienst Sachleistungen bei stationärer Pflege in einem Heim
Stufe 0 (mit Demenz*) 123 € 231 € 120 €
Stufe I 244 € 468 € 1.064 €
Stufe I (mit Demenz*) 316 € 689 € 1.064 €
Stufe II 458 € 1.144 € 1.330 €
Stufe II (mit Demenz*) 545 € 1.298 € 1.330 €
Stufe III 728 € 1.612 € 1.612 €
Stufe III (Härtefall) 1.995 € 1.995 €

* Gilt für Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz – das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit)

Unser Tipp:

Berechnen Sie Ihren möglichen Eigenanteil bei vollstationärer Pflege und lassen Sie sich in Ihrer LVM-Versicherungsagentur vor Ort über Ihre Möglichkeiten der privaten Pflegevorsorge persönlich und kostenlos beraten.

Geförderte Pflegezusatzversicherung

Immer mehr Menschen sind pflegebedürftig und die Kosten für Pflegeleistungen steigen stetig. Deshalb fördert der Staat bereits seit Januar 2013 die private Pflegevorsorge mit 60 Euro pro Jahr.

Pflege: Ein Thema, mit dem sich jeder auseinandersetzen sollte

Heute gibt es in Deutschland über 2,4 Millionen pflegebedürftige Menschen und die Tendenz ist stark steigend. Etwa 30 Prozent der Pflegebedürftigen (720.000) sind in Pflegeheimen untergebracht. Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet eine Grundversorgung für alle. Doch diese reicht bei weitem nicht aus, um die tatsächlich anfallenden Kosten zu decken. Betroffene müssen auf ihr Vermögen zurückgreifen oder soziale Hilfe in Anspruch nehmen. Kinder sind je nach eigener Vermögenslage unterhaltspflichtig für ihre Eltern.

Staatliche Förderung für private Vorsorge

Bereits seit Anfang 2013 fördert der Staat deshalb die private Vorsorge mit einem Zuschuss von 60 Euro im Jahr. Bezuschusst wird der sogenannte „Pflege-Bahr", eine Form der privaten Pflegezusatzversicherung, benannt nach Gesundheitsminister Daniel Bahr. Voraussetzung für die monatliche Zulage von 5 Euro ist ein Mindesteigenbeitrag von 10 Euro im Monat.

Vergleichen lohnt sich

Der Gesetzgeber hat Mindestleistungen formuliert, die alle „Pflege-Bahr"-Tarife erfüllen müssen. Zum Vorteil der Versicherten dürfen die Anbieter aber auch leistungsstärkere Produkte anbieten. Ein Vergleich zwischen den einzelnen Anbietern lohnt sich deshalb immer. Hinweis: Fast 90 Prozent aller Pflegebedürftigen werden in Stufe I oder II eingruppiert. Das zeigt, wie wichtig die Leistungen in den niedrigeren Pflegestufen sind. Informieren Sie sich über den LVM-Pflege-Bahr, der in Stufe 0 und II doppelte Leistungen im Vergleich zur gesetzlichen Vorgabe bietet.

LVM-Pflege-Bahr leistet in allen Pflegestufen

Leistungen in allen Pflegestufen und auch bei häuslicher Pflege: Als Leistung vereinbaren wir ein Tagegeld, dass je nach Pflegestufe anteilig ausgezahlt wird, unabhängig davon, ob die Pflege zuhause oder im Heim erfolgt. In Pflegestufe III mindestens 600 Euro. Ihr LVM-Plus: In Pflegestufe 0 und II doppelte Leistung im Vergleich zur gesetzlichen Vorgabe.

Berechnen Sie Ihren möglichen Eigenanteil bei vollstationärer Pflege und lassen Sie sich in Ihrer LVM-Versicherungsagentur vor Ort über Ihre Möglichkeiten der privaten Pflegevorsorge persönlich und kostenlos beraten.

Private Pflegezusatzversicherung für umfassenden Schutz

Wussten Sie, dass das der Eigenanteil bei einem dauerhaft stationären Aufenthalt im Pflegeheim so hoch ist, dass die finanzielle Belastung nicht nur durch Abschluss eines staatlich geförderten Pflege-Bahrs geschlossen werden kann? Wie eine solche Rechnung im konkreten Fall aussehen kann und wie Sie die Finanzierungslücke schließen können, erfahren Sie unten.

Umfassende Vorsorge mit privater Pflegezusatzversicherung

Eine vollstationäre Pflege führt immer zu einer hohen Eigenbeteilung für die Betroffenen. Mit dem staatlich geförderten Abschluss eines Pflege-Bahrs können Sie nur einen Teil dieser Eigenbeteiligung abdecken. In dem unten aufgeführten Beispiel verbleibt eine Finanzierungslücke von 810 Euro trotz Förderpflege. Deshalb empfehlen wir Ihnen ein dreistufiges Konzept, bestehend aus der gesetzlichen Pflegeversicherung, dem staatlich geförderten LVM-Pflege-Bahr und unserer privaten Pflegezusatzversicherung PZT-Komfort.

Ein Beispiel:

Vollstationäre Betreuung (Pflegestufe II) im Pflegeheim Euro
Monatliche Kosten für Unterbringung und Pflege 3.500 €
Kostenübernahme durch die gesetzliche Pflegeversicherung - 1.330 €
Eigenbeteiligung des Pflegebedürftigen 2.170 €
Für die Pflege verfügbares Einkommen (Rente) 1.000 €
Versorgungslücke - 1.170 €
Leistungen des Pflege-Bahr in der Stufe II bei der LVM 360 €
Verbleibende Versorgungslücke 810 €