LVM-Kranken informiert

LVM-Kranken informiert

Wer gut informiert ist, kann für den Krankheitsfall besser vorsorgen. Über die folgenden Themen rund um Gesundheit und Pflege möchte die LVM-Krankenversicherung Sie informieren.

Informationen rund um Gesundheit und Pflege

Wechsel – Private Krankenversicherung

Der Wechsel zu einer privaten Krankenversicherung (PKV) oder auch von einer PKV zu einer anderen kann Ihnen Leistungs- und /oder Preisvorteile bieten. Persönliche Beratung hierzu erhalten Sie in unseren LVM-Versicherungsagenturen.

Aus der "Gesetzlichen" in die "Private" wechseln

Selbstständigen, Freiberuflern, Beamten und Richtern steht der Zugang zur privaten Krankenversicherung ohne eine Einkommensgrenze offen. Angestellte und Arbeitnehmer können in die PKV wechseln, wenn ihr Einkommen die gültige Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet. Welche weiteren Voraussetzungen gegeben sein müssen, um in eine private Krankenversicherung zu wechseln, erfahren Sie hier: 

Wechsel innerhalb der privaten Krankenversicherung

"Privat" ist nicht gleich "Privat" Deshalb lohnt es sich, vor Ihrer Entscheidung für eine private Krankenversicherung die Vor- und Nachteile einzelner Anbieter und Tarife genau zu vergleichen. Beim Wechsel von einer privaten Krankenversicherung zu einer anderen müssen Sie die Mindestvertragslaufzeit (1 bis 2 Jahre) und die Wechselfrist beachten. Die Kündigung ist vertragsabhängig und wird wirksam, wenn Sie sie rechtzeitig 3 Monate vor Ende eines Versicherungs- oder Kalenderjahres aussprechen. Die LVM bietet Ihnen ein breites Leistungsspektrum für die private Krankenvollversicherung. 

Vergleich GKV – PKV

Die Unterschiede zwischen privater LVM-Krankenversicherung und den staatlich festgelegten Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sprechen für sich. Besonders wichtig: Die LVM-Leistungsgarantie gilt ein Leben lang.

Gesetzliche Krankenversicherung  Private LVM-Krankenversicherung*
Leistungsgarantie In der GKV sind Leistungskürzungen zur Kostendämpfung auch in Zukunft nicht auszuschließen. Die mit uns vereinbarten Leistungen bleiben Ihnen ein Leben lang erhalten.
Arztwahl Nur Kassenärzte Als Privatpatient haben Sie die freie Wahl unter allen niedergelassenen Ärzten.
Heilpraktikerwahl Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt in der Regel keine Heilpraktikerkosten. Selbstverständlich können Sie sich auch von einem Heilpraktiker behandeln lassen.
Zuzahlungen Zuzahlungen in der Apotheke Keine Zuzahlungen: Sie bekommen den Preis für Ihr medizinisch notwendiges Medikament ohne Einschränkung oder Rezeptgebühr voll erstattet.
Vorsorgeuntersuchungen Vorsorgeuntersuchungen nach gesetzlichen Regelungen mit Altersgrenzen Vorsorgeuntersuchungen für Jung und Alt ohne gesetzliche Altersgrenzen
Brillen Keine Kostenerstattung für Brillen Ausnahme: Kinder und schwer sehbeeinträchtigte Menschen. Sie bekommen die vom Augenarzt für medizinisch notwendig angesehenen Brillengläser zu 100 Prozent, wenn verordnet auch entspiegelt oder getönt. Für das Brillengestell zahlen wir bis zu 100 Euro.
Kontaktlinsen Keine Kostenerstattung für Kontaktlinsen. Ausnahme: Kinder und schwer sehbeeinträchtigte Menschen. Ihre Kontaktlinsen erstatten wir Ihnen bei medizinischer Notwendigkeit zu 100 Prozent.
Krankenhauswahl Ihr Arzt muss Sie in das preisgünstigste, nächstgelegene geeignete Krankenhaus einweisen. Wählen Sie ein anderes Krankenhaus, können Ihnen die Mehrkosten ganz oder teilweise auferlegt werden. Als Privatpatient haben Sie freie Krankenhauswahl.
Zuzahlung im Krankenhaus Zuzahlung: Als gesetzlich Versicherter haben Sie einen Eigenanteil von 10 Euro pro Tag für maximal 28 Tage pro Jahr zu zahlen. Keine Zuzahlung
Ärztliche Behandlung im Krankenhaus Die ärztliche Behandlung erfolgt nach Krankenhausplan durch den jeweils Dienst habenden Arzt. Als LVM-Privatpatient können Sie sich vom Arzt Ihres Vertrauens, z. B. vom Chefarzt, behandeln lassen.
Unterbringung In der Regel Mehrbettzimmer Als LVM-Privatpatient können Sie sich vom Arzt Ihres Vertrauens, z. B. vom Chefarzt, behandeln lassen.
Zahnfüllungen Amalgam- oder Kunststofffüllungen: Das Loch im Zahn wird in der Regel noch immer mit dem umstrittenen Amalgam oder einem Kunststoff gefüllt. Keramik- oder Goldinlays: Eine Alternative zu Amalgamfüllungen sind Inlays. Aber bis zu 15-mal teurer. Die LVM übernimmt davon 80 Prozent.
Kostenerstattung bei Zahnersatz Befundbezogene Festzuschüsse, die in der Regel hohe Zuzahlungen für Sie bedeuten. Bei regelmäßiger Zahnvorsorge erhalten Sie einen Bonus. 80 Prozent Kostenerstattung: Umfassende Leistungen weit über dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung. Höchstgrenzen nur in den ersten 4 Versicherungsjahren. Keine Höchstgrenzen bei Unfällen.
Krankengeld Nur noch 75 Prozent vom Brutto für Arbeitnehmer ab der siebten Woche. Als Selbstständiger haben Sie u.U. keinen Anspruch auf Krankengeld mehr in der GKV. Volles Nettoeinkommen: Arbeitnehmer, Selbstständige und Freiberufler können ihr volles Nettogehalt ohne zeitliche Begrenzung absichern.
Pflegeversicherung Privater Zusatzschutz möglich: Gesetzlich Krankenversicherte sind pflegeversichert und können ihren Grundschutz durch eine freiwillige Pflegezusatzversicherung ergänzen. Privater Zusatzschutz möglich: Auch privat Krankenversicherte sind pflegepflichtversichert und können ihren Grundschutz durch eine freiwillige Pflegezusatzversicherung ergänzen.
Auslandskrankenschutz Hohes Kostenrisiko: Gesetzlich Krankenversicherten empfehlen wir dringend, vor Auslandsreisen eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen. Die gesetzliche Krankenversicherung darf z.B. die häufig hohen Kosten für einen medizinisch notwendigen Krankenrücktransport nicht übernehmen. Weltweiter Krankenschutz: In Europa gilt der Versicherungsschutz zeitlich unbegrenzt, außerhalb Europas bis zu einem Jahr, wenn dies mit uns vor Reiseantritt vereinbart wird. Eingeschlossen ist der medizinisch notwendige Krankenrücktransport aus dem Ausland.
** Für Kinder gelten in der GKV zum Teil andere Regelungen. * Leistungen nach LVM-Tarifen A0, S1, Z100/80, KT.
Arzneimittelhersteller

Kooperationen und Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern

Die Ausgaben für Arzneimittel haben neben anderen Faktoren Einfluss auf die Beitragsstabilität. Um die Kosten stabil zu halten, ist LVM-Kranken Kooperationen und Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern eingegangen. Diese Rabattverträge tragen zur Beitragsstabilisierung in der Krankenvollversicherung bei.

Sie und Ihr Arzt entscheiden sich für das Medikament Ihrer Wahl

Grundsätzlich gilt: Im Krankheitsfall entscheiden immer Sie selbst und Ihr Arzt, ob Sie ein Originalmedikament oder ein preiswerteres, aber im Wirkstoff gleiches Produkt beziehen. Wir erstatten Ihnen das Produkt im Rahmen des von Ihnen gewählten Versicherungsschutzes.

Niedrigere Leistungsausgaben – stabilere Beiträge

Unter persönlichen Kosten-Nutzen-Aspekten entscheiden sich viele unserer Kunden für eine gleichwertige aber preiswertere Kopie des Originalmedikaments, für das sogenannte Generikum.

Was sind Generika?

Unter einem Generikum versteht man die von den Wirkstoffen her gleiche, aber kostengünstigere Kopie eines bereits unter einem Markennamen erhältlichen Medikaments. Merkmale:

  • Gleiche Wirkstoffe wie das Originalmedikament
  • Kein Patentschutz, keine Entwicklungskosten
  • Unterscheidet sich vom Original im Namen und in der Verpackung
  • Bei den verarbeiteten Hilfsstoffen und beim Herstellungsprozess kann es geringe Unterschiede geben.

Die LVM-Krankenversicherung hat Rabattverträge mit folgenden Generika-Herstellern getroffen:


 STADA und ALIUD

Rabattverträge Generika

Können auch Sie durch Generika sparen?

Wenn Sie einen Tarif mit Selbstbehalt oder einen Beihilfetarif haben, zahlen Sie Ihre Arzneimittelrechnungen bis zu einem bestimmten Betrag selbst. Entscheiden Sie sich im Krankheitsfall für das günstigere Generikum,

  • sparen Sie sofort Geld,
  • erhalten Sie bei bestimmten Tarifen eine höhere Erstattung und
  • bewahren sich Ihren Anspruch auf Beitragsrückerstattung, wenn die angefallenen Kosten die Höhe Ihres vereinbarten Selbstbehalts nicht überschreiten.

Bitte beachten Sie hierzu Ihren individuellen Versicherungsschutz.

Rabatte nutzen der Versichertengemeinschaft

Die Rabatte kommen der Beitragsstabilisierung aller Verträge von Kunden mit einer Krankenvollversicherung zugute. Die LVM-Krankenversicherung rechnet die Rabatte direkt mit den Herstellern ab. Die ärztliche Therapiefreiheit ist dadurch nicht eingeschränkt. Sie entscheiden gemeinsam mit Ihrem Arzt, ob Sie das Originalprodukt oder das preiswertere Generikum wählen.

Pflegeberatung und Begutachtung

Hier finden Sie Informationen zur Pflegeberatung der privaten Krankenversicherer, zur Feststellung der Pflegestufe und zu den gesetzlich vorgeschrieben Fristen der Antragsbearbeitung.

Kompetente Beratung rund um das Thema Pflege

Professionelle Unterstützung und kompetente Beratung erhalten Sie bei COMPASS, der Pflegeberatung der privaten Krankenversicherer. Unter der Rufnummer 0800 101 88 00 erhalten Sie eine kostenfreie Erstberatung. Es besteht zudem die Möglichkeit sich Zuhause oder im Pflegeheim von COMPASS-Fachkräften beraten zu lassen. Dieser Service ist für privat Pflegeversicherte kostenfrei. 

Begutachtung und Feststellung der Pflegestufe

Den Antrag für die Begutachtung und Feststellung der Pflegestufe stellen Sie bei Ihrer Pflegeversicherung. Diese leitet Ihren Antrag auf Leistungen der Pflegepflichtversicherung an den medizinischen Dienst der privaten Krankenversicherer, die Firma MEDICPROOF weiter. Der MEDICPROOF-Gutachter prüft, welche Pflegestufe vorliegt. Der Gesetzgeber hat Fristen zur Bearbeitung von Pflegeanträgen festgelegt. Die LVM Krankenversicherungs-AG hat im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 die gesetzlich festgelegten Bearbeitungsfristen in 100 Prozent der Fälle eingehalten. Weitere Informationen zur Begutachtung finden Sie auf der Seite der Firma MEDICPROOF. 

Private Pflegevorsorge

Seit Januar 2013 fördert der Staat die private Pflegevorsorge mit 60 Euro pro Jahr. Diese Förderung können auch Selbstständige in Anspruch nehmen. Informieren Sie sich über die Vorteile einer privaten Pflegezusatzversicherung mit staatlichem Zuschuss oder eine rein private Pflegezusatzversicherung. 

Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht und Patientenverfügung

Sie als Selbstständige oder Selbstständiger sind es gewohnt, das Heft des Handelns in der Hand zu behalten. Doch was passiert, wenn Sie durch einen Unfall oder eine Krankheit plötzlich handlungsunfähig werden? Mit einer Vorsorgevollmacht sowie Betreuungs- und Patientenverfügung bleiben Sie oder Ihre Angehörigen im Notfall handlungsfähig. Welche Bereiche die einzelnen Verfügungen abdecken, erfahren Sie hier.

Vorsorgevollmacht

Unabhängig vom Alter kann jeder in eine Situation kommen, in der er nicht mehr selbst entscheiden oder Handlungen ausführen kann. Mit einer Vorsorgevollmacht erteilen Sie einer oder mehreren Personen Ihres Vertrauens die Befugnis, im Bedarfsfall für Sie zu handeln. Die Vorsorgevollmacht kann finanzielle, gesundheitliche, geschäftliche und weitere von Ihnen bestimmte Bereiche abdecken. Bezeichnen Sie die Aufgabengebiete, für die Ihre Vollmacht gelten soll, jeweils genau. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie mehrere Personen bevollmächtigen.

Um ein Maximum an Sicherheit bei Verfügungen für den Notfall zu haben, empfehlen wir die notarielle Beurkundung einer umfassenden Vorsorgevollmacht.

Betreuungsverfügung

Angehörige sind nicht automatisch handlungsbefugt, wenn Sie nicht mehr alleine entscheiden können. Nur eine von Ihnen selbst bevollmächtigte Person oder ein vom Vormundschaftsgericht bestellter Betreuer darf Sie gesetzlich vertreten und in medizinischen, rechtlichen oder finanziellen Angelegenheiten für Sie entscheiden.

Ohne Betreuungsverfügung wählt das Gericht einen Betreuer und legt dessen Aufgaben und den Umfang der Betreuung genau fest. Für die Betreuung kann das Gericht einen Angehörigen, einen Berufsbetreuer oder einen ehrenamtlichen Betreuer bestellen.

Für bestimmte Entscheidungen und Handlungen mit weitreichenden Konsequenzen ist die Zustimmung des Vormundschaftsgerichts in jedem Fall erforderlich. Beispiele sind Grundstücksgeschäfte, Kredite oder risikoreiche medizinische Eingriffe.

Mit einer Betreuungsverfügung bestimmen Sie vorher selbst, wer im Bedarfsfall für Sie entscheiden und handeln darf – und wer nicht. Sie wird inhaltlich oft in eine umfassende Vorsorgevollmacht aufgenommen.

Patientenverfügung

In der Patientenverfügung legen Sie ausschließlich fest, wie sie im medizinischen Notfall behandelt werden möchten. Die Patientenverfügung können Sie separat abfassen oder inhaltlich in eine Vorsorgevollmacht einfügen.