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Verbraucher-Tipps:
Allgemeines

Ein richtiger Versicherungsschutz fängt beim Wissen über mögliche Gefahren und Risiken an. Hier finden Sie einige wertvolle Tipps.

Egal ob im Internet, beim Händler um die Ecke oder an der eigenen Haustüre, die Gefahr von Betrug und Abzocke gibt es in fast allen Alltagsbereichen. Doch vor vielen kriminellen Machenschaften kann man sich schützen. Wer beispielsweise die aktuellen Betrugsmethoden kennt, fällt nicht so leicht darauf herein. Bei diversen Ämtern und Institutionen können Bürger hierzu kostenlose Ratgeber und Tipps, die vor Abzocke und Betrug bewahren, per Internet herunterladen oder auch anfordern.

Tipps und Hilfe von der Polizei
Welche aktuellen Betrugsmaschen es beispielsweise im Bereich Kreditkarten, bei Arzneimitteln oder auch auf dem Gebiet des Trickdiebstahls gibt und wie man sich davor schützt, zeigt die Polizei in ihrem Internetportal www.polizei-beratung.de in der Rubrik "Themen und Tipps". Auf den Polizeidienststellen selbst und im Internet gibt es zudem zahlreiche kostenlose Broschüren, unter anderem zu den Themen Sicherheitstipps für Senioren, für den Urlaub, gegen Diebstahl und beim Umgang mit Kreditkarten.

Ministerialer Rat
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) bietet auf der Webseite sogenannte "BMELV-Servicekarten für Verbraucher" zum Herunterladen und Ausdrucken an. Die als Klappkarten gestalteten Kurzinformationen zeigen, welche Rechte der Einzelne hat und worauf er achten sollte. Unter anderem werden die Themen Reisen, Internet, Werbeanrufe, Gesundheitsleistungen Spielzeug und Strom-/Gasanbieterwechsel behandelt. Zum Schutz vor den Gefahren im Internet gibt es vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf einer besonderen Webseite für Bürger zahlreiche Warnungen über aktuelle Bedrohungen sowie Tipps und Hinweise für eine sichere Nutzung.

Rechtsstreit ohne Kostenrisiko
Wer sich die Möglichkeit offenhalten will, notfalls auch gerichtlich sein Recht einfordern zu können, aber das Kostenrisiko nicht tragen möchte, sollte sich vorab mit einer privaten Rechtsschutzversicherung absichern. Sie hilft beispielsweise bei gerichtlichen Streitigkeiten aus privaten Verträgen des täglichen Lebens. Darunter zählen unter anderem Kaufverträge von Ge- und Verbrauchsgütern wie Elektrogeräten, Fahrzeugen, Möbel oder Kleidung sowie Reparaturaufträge. Je nach Vertragsumfang werden auch die Kosten für gerichtliche Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber, dem Nachbarn, dem Vermieter oder mit einem möglichen Unfallgegner bezahlt. Bei der Frage, welche Rechtsschutzpolice für den persönlichen Bedarf sinnvoll ist, hilft ein Versicherungsfachmann.

Betrüger spähen immer häufiger die EC-Kartendaten von Bankkunden aus. Dazu installieren sie nicht mehr nur Lesegeräte am Bankautomaten selbst, sondern manipulieren bereits die Türöffner an den Bankgebäuden, um die Magnetstreifen der Karten zu kopieren.

Mit einer ähnlichen Masche treiben auch Kreditkartenfälscher ihr Unwesen: Wenn Sie im Restaurant, in Boutiquen oder den Mietwagen am Flughafen mit Ihrer Kreditkarte zahlen, ziehen die kriminellen Verkäufer die Karte nach dem offiziellen Kartenleser des Unternehmens unbemerkt ein zweites Mal durch ein illegales Kopiergerät. Da Skimming-Opfer die unregelmäßigen Bankbewegungen zumeist nicht sofort entdecken - sie sind noch immer im Besitz der Originalkarte -, haben die Kriminellen ausreichend Zeit, auf der ganze Welt ausgiebig shoppen zu gehen. Das Wort "Skimming" stammt aus dem Englischen und bedeutet "Abschöpfen". Gemeint ist damit das illegale Ausspähen von Kredit- und Bankkartendaten.

Tipp: Geben Sie niemals Ihre Geheimzahl am Türöffner einer Bank ein. Schließsysteme, die über die verschiedenen Geheimzahlen der Kunden funktionieren, gibt es an Banken und Sparkassen nicht. Zudem sollten Sie die Geheimzahl am Bankautomaten nur verdeckt eintippen.

Zahlen Sie - gerade im Urlaub - nur in seriösen Geschäften mit Karte und beobachten Sie genau, was mit ihr geschieht.

Sind Sie dennoch Opfer eines Skimming-Betrugs geworden, bleiben Sie nicht auf dem finanziellen Schaden sitzen. Banken sind gegen solche Betrügereien versichert und ersetzen Ihren Verlust, sofern Sie nicht grob fahrlässig gehandelt haben.

Trotz der aufregenden Zeit, nachdem ein Paar zusammengezogen ist, sollten sich die Partner auch über den Versicherungsschutz Gedanken machen. Zum einen sollte die Absicherung der neuen Lebenssituation angepasst werden. Zum anderen könnten manche Versicherungsverträge entfallen, wenn beide Partner bereits als Singles Policen abgeschlossen haben.

Hat sich ein Paar entschlossen zusammenzuziehen, ist es grundsätzlich ratsam, die Versicherer der bestehenden Verträge über die neue Lebenssituation zu informieren. Gerade nach einem Umzug müssen unter anderem die neue Adresse und gegebenenfalls eine neue Bankverbindung mitgeteilt werden.

Unnötig viel Prämien
Mit einer gemeinsamen Wohnung ändert sich nicht nur die Wohnungssituation, auch der bestehende Versicherungsschutz sollte entsprechend angepasst werden. Da die meisten bereits als Singles wichtige Policen wie eine Privathaftpflicht- oder eine Rechtsschutz-Versicherung abgeschlossen haben, bestehen nach dem Zusammenziehen einige Verträge manchmal doppelt. Hat jeder der Lebenspartner eine Rechtsschutz-Versicherung, kann meist der jüngere oder auch weniger umfangreiche Vertrag auf Antrag aufgehoben werden. Eine ähnliche Möglichkeit besteht bei Privathaftpflicht-Policen. Wichtig ist, dass der Vertrag, der bestehen bleibt, nicht nur für Singles gilt. Handelt es sich um ein unverheiratetes Paar, muss zudem der Partner namentlich in den verbleibenden Vertrag als mitversicherte Person aufgenommen werden.

Notwendige Anpassungen
Haben beide Partner jeweils eine Hausratversicherung, könnten diese zwar bei den jeweiligen Versicherern für die neue Wohnung fortgeführt werden. Für den gemeinsamen Haushalt bietet sich jedoch eine Zusammenlegung der Policen an. Wichtig ist dabei, dass die Höhe der Versicherungssumme für die gemeinsam genutzte Wohnung angepasst wird. Bei bestehenden Lebensversicherungen ist gegebenenfalls zu überdenken, wer im Erlebens- oder Todesfall das Geld ausgezahlt bekommen soll. Sollte dies beispielsweise der Lebenspartner sein, muss der Vertrag eventuell entsprechend geändert werden.

In jeder Situation richtig abgesichert
Möchte man, dass beide Partner im Ernstfall finanziell abgesichert sind, sollten auch die bestehenden Kranken- und Lebensversicherungen überprüft werden. Bei einer Risikolebens-Versicherung auf Gegenseitigkeit können beispielsweise beide Partner als versicherte Person eingetragen werden. Stirbt ein Partner, erhält der andere die vereinbarte Leistung.

Um sicherzugehen, dass keine unnötigen Prämien bezahlt werden, empfiehlt sich grundsätzlich bei einem geplanten Umzug in eine gemeinsame Wohnung ein Beratungsgespräch mit dem Versicherungsfachmann. Sprechen Sie mit einem unserer Ansprechpartner im LVM-Servicebüro in Ihrer Nähe Dabei können so auch Absicherungslücken entsprechend der geänderten Lebenssituation erkannt und abgedeckt werden.

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