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Verbraucher-Tipps:
Auto

Ein richtiger Versicherungsschutz fängt beim Wissen über mögliche Gefahren und Risiken an. Hier finden Sie einige wertvolle Tipps.

Viele Autofahrer wollen insbesondere vor einer Fahrt ins Ausland ihr Fahrzeug während des Urlaubs durch eine Vollkaskoversicherung geschützt wissen. Diese kommt auch für Schäden auf, die durch einen selbst verschuldeten Unfall oder durch Vandalismus Fremder entstehen. Wer nur eine Teilkaskoversicherung für sein Fahrzeug abgeschlossen hat, tut spätestens jetzt gut daran, diese auf eine Vollkaskoversicherung umzustellen.

Wechseln lohnt sich
Eine ganzjährige Vollkaskoversicherung kann auch noch kurz vor dem Urlaub abgeschlossen werden. Bei einem Abschluss entfällt die Prämie für den eventuell vorhandenen Teilkaskoschutz, denn ein Vollkaskoschutz schließt alle Leistungen der Teilkaskoversicherung ein.

Bedarf nicht nur im Urlaub
Aber auch wer nicht auf eine Reise geht, profitiert vom umfassenden Versicherungsschutz der Vollkaskoversicherung. Wenn die Beschädigung oder der Verlust des Wagens im Ausland ein Problem ist, so ist das im Inland nicht anders. Auch am Heimatort kann durch die eigene Unachtsamkeit oder durch Unbekannte ein Schaden entstehen, für den niemand sonst aufkommt.

Nicht nur fürs eigene Portemonnaie, sondern auch der Umwelt zuliebe: Spritsparend Auto fahren.

9 goldene Regeln
Wer sofort mit dem Spritsparen anfangen will, sollte sich an "9 goldene Regeln" halten:

  1. Fahren Sie niedertourig, vorausschauend und gleichmäßig: Vermeiden Sie schnelles Beschleunigen und überflüssiges Bremsen.
  1. Verwenden Sie Leichtlauföle und Leichtlaufreifen: Die ersten mindern den Widerstand im Motor, die zweiten senken den Rollwiderstand.
  1. Überprüfen Sie regelmäßig den Reifendruck. Ein um 0,5 Bar zu niedriger Reifendruck erhöht den Spritdurst Ihres Autos um rund 5 Prozent.
  1. Schalten Sie bei Stopps - etwa an der Ampel oder im Stau - den Motor ab. Schon nach 30 Sekunden im Leerlauf produziert ein Motor mehr Kohlendioxid als bei einem Neustart.
  1. Verwenden Sie Klimaanlage und Heckscheibenheizung seltener. Eine Klimaanlage kann den Kraftstoffverbrauch im Stadtverkehr um etwa 10 bis 30 Prozent erhöhen. Schon bei einem Kleinwagen sind das schnell bis zu 2 Liter pro 100 Kilometer mehr.
  1. Entfernen Sie nicht genutzte Dachgepäckträger und andere Aufbauten. Denn je schwerer das Auto und je höher der Luftwiderstand sind, desto höher ist der Verbrauch.
  1. Vermeiden Sie kurze Fahrten mit kaltem Motor, denn ein Mittelklassewagen braucht direkt nach dem Start durchschnittlich 30 Liter auf 100 Kilometer. Erst wenn der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat, stellt sich der normale Verbrauch ein.
  1. Achten Sie beim Autokauf auf sparsame Modelle. Fragen Sie Hersteller und Händler nach dem Verbrauch und informieren Sie sich bei unabhängigen Stellen.
  1. Nehmen Sie das Fahrrad oder gehen Sie kurze Strecken zu Fuß. Nutzen Sie für längere Strecken die kostengünstigen und umweltfreundlichen Varianten Bus und Bahn, Car-Sharing und Fahrgemeinschaften.

Die Parkplatzsuche kann Ihnen sicher manchmal die Freude an einem Einkaufsbummel verderben. Vor allem, wenn er damit endet, dass Ihnen der Vordermann beim Einparken in die Seite fährt. Aber zur Panik gibt es keinen Grund. Wie Sie den Blechschaden problemlos regulieren:

1. An der Unfallstelle: Bei geringfügigen Schäden müssen Sie darauf achten, dass der Verkehrsfluss nicht beeinträchtigt wird. Fahren Sie nach Möglichkeit an den Straßenrand und markieren Sie unter Umständen die Unfallstelle.

2. Notieren Sie: Zur schnellen Schadensregulierung sollten Sie das amtliche Kennzeichen, Namen und Anschriften der beteiligten Fahrer und Halter aufschreiben. Lassen Sie sich die Ausweispapiere zeigen. Notieren Sie die Versicherungsgesellschaft und Nummer des Versicherungsscheins des Unfallgegners. Verlangen Sie den Versicherungsnachweis. Sind die Daten nicht bekannt, hilft Ihnen der Zentralruf der Autoversicherer unter 0180 - 25 0 26 (6 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen). Ort und Zeit des Unfalls sowie Namen und Anschriften von Unfallzeugen sollten ebenfalls aufgenommen werden.

3. Unfallprotokoll: Zeichnen Sie eine Unfallskizze. Fotografieren Sie nach Möglichkeit die Unfallstelle von verschiedenen Standpunkten aus. Fertigen Sie ein Unfallprotokoll, das sowohl vom Schädiger als auch vom Geschädigten unterschrieben wird. Schildern Sie den Unfallhergang, machen Sie keine voreiligen Schuldeingeständnisse und überlassen Sie die rechtliche Beurteilung der Versicherungsgesellschaft.

4. Immer dabei: Verwenden Sie für die Aufnahme der Unfalldaten am besten den so genannten Europäischen Unfallbericht, damit Sie in der Hektik nichts vergessen. Bei einem Unfall haben Sie damit die Formulare nicht nur in deutsch, sondern immer in der passenden Landessprache parat.

5. Polizei: Wenn Personen verletzt wurden, Drogen oder Alkohol im Spiel sind oder Verdacht auf Versicherungsbetrug besteht, rufen Sie die Polizei unter 110 oder 112.

Noch etwas: Die gleichen Verhaltensregeln gelten auch für einen Blechschaden im Ausland oder wenn das gegnerische Fahrzeug im Ausland zugelassen ist. Fragen Sie nach der grünen Versicherungskarte. Für Fahrzeuge aus der EU muss sie allerdings nicht mehr mitgeführt werden. Sind die Versicherungsdaten nicht bekannt, hilft auch in diesem Fall der Zentralruf unter 0180 - 25 0 26 (6 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen). Der Service vermittelt den Kontakt zum Versicherungsbeauftragten des jeweiligen EU-Landes.

Wer einen Zweitwagen anmelden will, sollte dies bei der Versicherung tun, bei der auch die Prämie für den Erstwagen bezahlt wird. Denn viele Versicherer gewähren Nachlässe für die Anmeldung eines zweiten Autos und die Ersparnis ist nicht unerheblich. Liegt der Einstiegssatz im allgemeinen bei 140 Prozent, so fängt der Kunde unter bestimmten Voraussetzungen mit dem Zweitwagen bei 85 Prozent an.

Tipp: Weitere Nachlässe sind zum Beispiel über Einzelfahrer- bzw. Partnerrabatte denkbar.

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