LVM

Lexikon der privaten Altersvorsorge  

Lexikon der privaten Altersvorsorge

Im ABC der privaten Lebens-, Renten- und Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten Sie in alphabetischer Reihenfolge eine Erklärung der wichtigsten Fachbegriffe zur privaten Altersvorsorge.

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Abgeltungssteuer

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Die Abgeltungsteuer wurde am 1. Januar 2009 eingeführt. Es handelt sich um eine Form der Kapitalertragsteuer für die meisten privaten Einkünfte aus Kapitalvermögen. Diese Kapitaleinkünfte werden pauschal mit 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent und gegebenenfalls Kirchensteuer besteuert.

Die neue Steuer hat "abgeltende Wirkung": Damit ist die Steuerschuld abgegolten und diese Kapitaleinkünfte müssen nicht mehr in der Einkommensteuererklärung des Steuerpflichtigen angegeben werden.

Ablaufleistung

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Der Auszahlungsbetrag, der bei einer Kapital bildenden Lebensversicherung zum Ablauf der Versicherungsdauer fällig wird, ist die Ablaufleistung.

Sie setzt sich zusammen aus der garantierten Versicherungssumme, der Überschussbeteiligung und gegebenenfalls einem Schlussgewinnanteil und einer Beteiligung an den Bewertungsreserven.

Abstrakte Verweisung

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Die abstrakte Verweisung ermöglicht es dem Versicherer, einem Versicherten, der seinem ausgeübten Beruf krankheitsbedingt nicht mehr nachgehen kann, der aber zur Ausübung eines Verweisungsberufes fähig ist, die BU-Leistung abzulehnen.

Der Verweisungsberuf muss vom Versicherten auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden können, eine Verpflichtung zur Umschulung besteht nicht. Außerdem muss der Verweisungsberuf in etwa der bisherigen Lebensstellung des Versicherten entsprechen.

Der LVM verzichtet bei der LVM-BU-RentePlus bedingungsgemäß auf die abstrakte Verweisung, wenn der Versicherte eine abgeschlossene Berufsausbildung oder langjährige Berufserfahrung nachweisen kann.

Konkrete Verweisung: Bei der konkreten Verweisung kann der Versicherer im Gegensatz zur abstrakten Verweisung die Leistung nur ablehnen bzw. einstellen, wenn der Versicherte den Verweisungsberuf tatsächlich ausübt.

Verweisungsberuf: Ein Beruf kommt als Verweisungsberuf in Frage, wenn er vom Versicherten auf Grund der vorhandenen Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und wenn er der bisherigen Lebensstellung entspricht.

Abtretung

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Durch Abtretung können die eigenen Ansprüche aus einem Versicherungsvertrag auf eine dritte Person übertragen werden. Sämtliche Rechte gehen damit auf den neuen Gläubiger über, der Versicherungsnehmer ist allerdings weiterhin verpflichtet, die Beiträge zu zahlen.

Damit die Abtretung gegenüber dem Versicherer wirksam wird, muss sie ihm vom bisherigen Berechtigten schriftlich angezeigt werden. Sie dient in den meisten Fällen zur Kreditsicherung.

Anbieternummer

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Bei einer elektronisch veranlassten Steuererklärung muss der Kunde die Anbieternummer eingeben. Die LVM Versicherung hat die Nummer: 0204000400.

Anfechtung

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Wenn ein Irrtum oder eine arglistige Täuschung vorliegt, kann der Versicherungsvertrag angefochten werden. Unter einem Irrtum versteht man das unbewusste Auseinanderfallen von Willen und tatsächlicher Erklärung. Der Versicherungsvertrag wird durch eine Anfechtung rückwirkend unwirksam.

Annahmefrist

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Der Versicherungsnehmer ist bis zum Ablauf der Annahmefrist an den Versicherungsantrag gebunden. Der Versicherer kann innerhalb dieser Frist den Versicherungsantrag prüfen, wobei die Frist von einem Monat mit dem Datum der Antragstellung beginnt.

Ausnahme: Bei einer ärztlichen Untersuchung beginnt die Frist erst am Tag der Untersuchung. Das Recht des Antragstellers seinen Antrag gemäß §8 VVG zu widerrufen, bleibt danach unangetastet.

Anzeigepflicht

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Die Anzeigepflicht ist eine Obliegenheit des Versicherungsnehmers. Der Versicherungsnehmer hat bei Abschluss eines Versicherungsvertrags die Anzeigepflicht zu erfüllen. Er muss das Versicherungsunternehmen über Art und Umfang des zu versichernden Risikos vollständig und wahrheitsgemäß aufklären.

Im Versicherungsfall muss der Versicherungsnehmer seiner Anzeigepflicht nachkommen und das Versicherungsunternehmen über alles Wichtige vollständig und wahrheitsgemäß unterrichten.

Aufschubzeit

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Bei aufgeschobenen Rentenversicherungen erfolgt die Zahlung der ersten Rente nicht direkt nach Vertragsbeginn, sondern erst zum vereinbarten Rentenzahlungsbeginn. Die Zeit zwischen dem Versicherungsbeginn und der ersten Rentenzahlung nennt man Aufschubzeit.

Ausbildungsversicherung

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Die Ausbildungsversicherung dient der Absicherung der Berufsausbildung der Kinder. Beitragszahler und Versicherter ist in der Regel ein Elternteil. Bei vorzeitigem Tod der versicherten Person läuft die Versicherung beitragsfrei weiter.

Die Leistung aus der Ausbildungsversicherung wird zum vereinbarten Termin fällig. Stirbt das Kind vor Vertragsende, kann eine andere Person begünstigt werden.

B
Beitragsbemessungsgrenze

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Die Einkommensgrenzen, die für die Berechnung der Höchstbeträge in der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung, der Arbeitslosenversicherung und der sozialen Pflegeversicherung ausschlaggebend sind.

Einkommen, das über diesen Beträgen liegt, wird bei der Ermittlung der Beiträge zur Sozialversicherung nicht berücksichtigt. Die Beitragsbemessungsgrenzen betragen für 2014:


Gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung: West 5.950 Euro / Ost 5.000 Euro

Gesetzliche Krankenversicherung und soziale Pflegeversicherung bundeseinheitlich 4.050 Euro.

Beitragsbestandteile

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Der Beitrag einer Lebensversicherung setzt sich aus einem Risiko- und einem Kostenanteil zusammen. Ist auch eine Versicherungsleistung für den Erlebensfall vereinbart, kommt noch ein sogenannter Sparanteil hinzu. 


Der Risikoanteil dient mit zur Finanzierung der Versicherungsleistungen im Todesfall, bei Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit, die der Versicherer an die versicherten Personen zu leisten hat.
 
Der Kostenanteil setzt sich aus einem Verwaltungs- und einem Abschlusskostenanteil zusammen. Alle Kosten, die durch die Vertragsführung entstehen (z.B. Inkassokosten oder Kosten für Bestandsführung und -bearbeitung), werden durch den Verwaltungskostenanteil gedeckt.

Einmalige Abschlusskosten entstehen bei Vertragsanfang, wenn Gesundheitsauskünfte angefordert werden, wenn der Versicherungsschein ausgestellt wird sowie für die Beratung und die Werbung. Diese Kosten werden nicht getrennt berechnet, sondern belasten zu Beginn der Versicherung die Deckungsrückstellung. Durch dieses Vorgehen ist bei Versicherungen, zu denen ein Rückkaufswert zu bilden ist, der Rückkaufswert zunächst geringer als die Summe der Sparanteile.

Mit dem Sparanteil wird eine für den Erlebensfall vereinbarte Versicherungsleistung aufgebaut.   

Beitragsfreistellung

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Bei Versicherungen, zu denen noch Folgebeiträge zu entrichten sind, kann der Versicherungsnehmer schriftlich beantragen, in der Zukunft von der Beitragszahlungspflicht befreit zu werden.

Der Antrag kann zum Schluss des Versicherungsjahres, bei Ratenzahlung auch innerhalb des Versicherungsjahres mit einer Frist von 1 Monat zum Schluss eines jeden Ratenzahlungsabschnitts (frühestens jedoch zum Ende des ersten Versicherungsjahres) gestellt werden. Die vereinbarte Versicherungsleistung wird dann auf die beitragsfreie Versicherungsleistung angepasst.


Steuerlich ist die Wiederinkraftsetzung eines Vertrags bis zu 24 Monaten für Altverträge bzw. bis zu 36 Monaten für Verträge mit Beginn ab 2005 nach Beitragsfreistellung noch unschädlich, d.h. "stillgelegte" Verträge können innerhalb von 24 Monaten bzw. 36 Monaten wieder aufleben und haben dann noch das zum Vertragsabschluss geltende Steuerrecht.

Beitragsrückgewähr

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Zusatzversicherung bei privaten Rentenversicherungen: Zurückerstattung der eingezahlten Beiträge bei Tod vor Rentenzahlungsbeginn.

Beitragszahlung

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Der Versicherungsbeitrag ist entweder ein Einmalbeitrag oder ein Jahresbeitrag. Letzterer kann auch mit einem geringen Zuschlag in Raten gezahlt werden. Der Einmalbeitrag, der erste Jahresbeitrag (oder die erste Rate) sind gleich nach dem Versicherungsabschluss zu zahlen. Ansonsten gelten die vereinbarten Fälligkeitstermine. Jahresbeiträge fallen zu Beginn eines Versicherungsjahres an, Raten zu Beginn des jeweils vereinbarten Ratenzahlungsabschnitts.

Beitragszahlungsdauer

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Zeitraum, in dem für die Versicherung Beiträge gezahlt werden.

Berufsunfähigkeitsversicherung

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Die private Berufsunfähigkeitsversicherung dient der finanziellen Absicherung bei Berufsunfähigkeit.

Sie kann beim LVM als eigenständige Versicherung abgeschlossen werden, wird aber auch als so genannte Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ) in Kombination mit einer Risiko-, Kapital bildenden Lebensversicherung oder einer privaten Rentenversicherung angeboten.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung dient einer umsichtigen Privatvorsorge, da die gesetzlichen Leistungen bei Weitem nicht ausreichen werden.

Bewertungsreserve

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Bewertungsreserven (auch "stille Reserven") sind vorhanden, wenn der Marktwert einer Kapitalanlage höher ist als ihr Bilanzwert. Lebensversicherungsunternehmen beteiligen ihre Kunden bei Vertragsbeendigung an den Bewertungsreserven (§153 VVG).

Bezugsrecht

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Das Recht einer anderen Person, bei Eintritt des Versicherungsfalls die Leistungen aus dem Vertrag zu verlangen. Der Versicherungsnehmer muss alle Rechte und Pflichten aus dem Versicherungsvertrag übernehmen. Das Bezugsrecht kann sich auf den Todesfall und den Erlebensfall sowie den Berufsunfähigkeitsfall beziehen.

Es gibt ein widerrufliches Bezugsrecht, das vom Versicherungsnehmer jederzeit einseitig geändert, aufgehoben oder eingeschränkt werden kann.

Beim unwiderruflichen Bezugsrecht kann die Aufhebung bzw. Einschränkung nur mit Zustimmung des Bezugsberechtigten erfolgen. Vor Eintritt des Versicherungsfalls muss dem Versicherer die letzte Begünstigungsbestimmung schriftlich vorliegen.

D
Deckungskapital

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Die verzinsliche Ansammlung der Sparanteile einer Lebensversicherung ist das Deckungskapital. 

Direktversicherer

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Damit sind Versicherer gemeint, die überwiegend ohne Außendienstmitarbeiter/innen arbeiten.

Direktversicherung

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Eine Direktversicherung ist eine Versicherung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Der Arbeitgeber schließt für den Mitarbeiter eine Versicherung ab.

Die Beiträge für diese Versicherung sind für den Arbeitgeber Betriebsausgaben und steuerlich abzugsfähig. Für den Arbeitnehmer ist dieser Beitrag Lohn oder Gehalt und wird pauschal versteuert.

Dynamik/Dynamisierung

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Bei einer vereinbarten Dynamisierung erhöht sich der jährliche Beitrag zur Versicherung um einen vereinbarten Prozentsatz, ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung erfolgen muss.

Mit der Erhöhung werden die Versicherungsleistungen neu festgesetzt. Durch die Dynamisierung wird der Versicherungsschutz den steigenden Bedürfnissen und der Inflation angepasst.

E
Einlösungsbeitrag

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Der erste fällige Beitrag zu einer Versicherung ist der Einlösungsbeitrag. Erst wenn dieser Beitrag beim Versicherer eingegangen ist, beginnt der Versicherungsschutz.

Einmalbeitrag

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Wenn ein größerer Geldbetrag beispielsweise durch Erbschaft zur Verfügung steht, kann eine Rentenversicherung oder eine Lebensversicherung auch gegen die Zahlung eines einzigen Beitrags abgeschlossen werden.

Eintrittsalter

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Das Lebensalter der versicherten Person beim Versicherungsbeginn. Maßgeblich ist in der Regel der Geburtstag, der dem Versicherungsbeginn am nächsten liegt.

Endalter

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Das Alter der versicherten Person zum Ende der Versicherungsdauer. 

Ende der Versicherung

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Eine Versicherung endet mit Ablauf der vereinbarten Versicherungsdauer oder mit Eintritt des Versicherungsfalles.

Erwerbsminderungsrente

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Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung im Fall der verminderten Erwerbsfähigkeit. Löst seit dem 1. Januar 2001 die alte Unterscheidung zwischen einer Berufs- und Erwerbsminderungsrente ab. Dafür wurde die zweistufige Erwerbsminderungsrente eingeführt.

Erwerbsunfähigkeits-Zusatzversicherung

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Die Erwerbsunfähigkeit ist von der Berufsunfähigkeit zu unterscheiden. Erwerbsunfähig ist man dann, wenn man auf Grund von Verletzungen oder Krankheiten nicht mehr im Stande ist, mehr als 3 Stunden täglich zu arbeiten.

Im Fall der Erwerbsunfähigkeit zahlt der Versicherer monatlich die vereinbarten Leistungen. 

F
Fälligkeit

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Eine Versicherungsleistung wird zu dem Zeitpunkt fällig, ab dem der Versicherer vom Versicherungsnehmer die Beiträge verlangen kann oder dieser die Auszahlung der Versicherungsleistungen abfordern kann.

Folgebeiträge

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Alle nach dem Einlösungsbeitrag zu zahlenden Jahresbeiträge oder Raten.

Fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung

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Eine besondere Form der Kapitallebens- bzw. Rentenversicherung. Die Höhe der Auszahlung/Ablaufleistung hängt von der Wertentwicklung der Fonds ab.

G
Garantiezeit

open/closed

Zusatzvereinbarung zu privaten Rentenversicherungen: Verstirbt die versicherte Person nach Beginn der Rentenzahlungen, wird die Rente bis zum Ablauf der vereinbarten Rentengarantiezeit an die Hinterbliebenen gezahlt.

Generationenvertrag

open/closed

Modell, das die gesetzliche Rentenversicherung besser erklären soll. Kurz gesagt: Die heute Erwerbstätigen tragen mit ihren Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung dazu bei, dass die heutigen Pensionäre ihre Rente bekommen.

Im Gegenzug können sie erwarten, dass die nachfolgende Generation ihre spätere Rente finanziert. Dieses Modell ist aufgrund der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung in Deutschland gefährdet.

Gesundheitsprüfung

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Der Versicherer prüft vor Vertragsabschluss anhand der Angaben des Versicherungsnehmers im Antragsformular dessen Gesundheit, um für den Einzelnen im Interesse aller Versicherten einen gerechten Beitrag festsetzen zu können. Weitere Nachfragen und ärztliche Untersuchungen können hinzukommen.

Gewinnbeteiligung

open/closed

Damit der Versicherer seine Verpflichtungen dauerhaft erfüllen kann, berücksichtigt er bei der Beitragskalkulation Rechnungsgrundlagen, die auf vorsichtigen Annahmen beruhen.

Aufgrund dieser Kalkulation können Risiko- und Kostengewinne entstehen, wenn die zu erbingenden Leistungen für Versicherungsfälle und Kosten im entsprechenden Geschäftsjahr geringer sind als die hierfür kalkulierten Aufwendungen. Gewinne werden auch durch Zinsgewinne erzielt, wenn aus den der Deckungsrückstellung zugeordneten Kapitalanlagen eine höhere Verzinsung erzielt wird als der garantierte Zins.

Die versicherten Personen sind an den jährlich zu ermittelnden Gewinnen zeitnah und entstehungsgerecht beteiligt. Die entsprechenden Zins-, Risiko- und Kostengewinne werden einzelnen Bestandsgruppen zugeordnet und in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung eingestellt.

Aus dieser werden jeder einzelnen Versicherung Gewinnanteile zugewiesen. Der Vorstand legt auf Vorschlag des verantwortlichen Aktuars jährlich die Höhe der Gewinnanteile fest. Diese werden im Geschäftsbericht ausgewiesen. Für das Jahr 2014 beträgt die Gesamtverzinsung 3,5 Prozent für Verträge der aktuellen Tarifgeneration gegen laufende Beitragszahlung.

Gewinnverwendungsarten

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Gewinnanteile können vor Eintritt des Versicherungsfalls verzinslich oder in Fondsanteilen angesammelt, zur Erhöhung der versicherten Leistung verwendet oder mit den Beiträgen verrechnet werden.

  • Verzinsliche Ansammlung: Die jährlichen Gewinnanteile werden einem Ansammlungskonto gutgeschrieben. Der Zinssatz entspricht der durchschnittlichen Verzinsung der Kapitalanlagen des Versicherers. Bei Versicherungsende wird das Guthaben aus diesem reinen Sparprozess zusammen mit der vereinbarten Versicherungssumme ausgezahlt.

  • Anlage der Gewinne in Fonds: Bei einigen Tarifen ist anstelle der verzinslichen Ansammlung auch die Anlage der Gewinne in Fonds möglich.

  • Beitragsverrechung: Durch die Verrechnung der Gewinnanteile mit den fälligen Beiträgen verringert sich der Beitragsaufwand bei gleichbleibender Versicherungssumme.

  • Gewinnverwendung nach Rentenzahlungsbeginn: Bei einer Rentenversicherung im Erlebensfall existieren für die Verwendung der Gewinnanteile 2 Möglichkeiten der Verwendung: eine gewinnabhängige Erhöhung der Rente oder eine gewinnabhängige Zusatzrente.
I
Inhaberklausel

open/closed

Leistungen aus einem Versicherungsvertrag werden nur gegen Vorlage des Versicherungsscheins ausgehändigt. Vom Inhaber des Versicherungsscheins kann der Versicherer verlangen, dass er seine Berechtigung über die Rechte aus dem Versicherungsvertrag zu verfügen, inbesondere die Leistungen in Empfang zu nehmen, nachweist.

J
Jahresbeitrag

open/closed

Der Jahresbeitrag kann entweder zu Beginn eines jeden Versicherungsjahres fällig werden oder er kann gegen einen kleinen Zuschlag auch monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich in Raten gezahlt werden.

K
Kapital bildende Lebensversicherung

open/closed

Sie gehört zu den beliebtesten Anlageformen in Deutschland. Sie ist die Kombination einer Vermögensbildung mit einer Risikovorsorge, bei der ein Teil der vom Versicherten gezahlten Beiträge für den Todesfallschutz, der andere Teil zum Aufbau eines Vorsorgekapitals verwendet wird.

Der Versicherer garantiert eine vereinbarte Todesfallleistung während der Vertragslaufzeit. Die Höhe dieser Versicherungssumme richtet sich nach der Höhe der Einzahlungen und der Dauer der Vertragslaufzeit.


Im Erlebensfall wird am Ende der Vertragslaufzeit die Ablaufleistung (vereinbarte Versicherungssumme sowie die während der Vertragslaufzeit erzielten Gewinne) ausgezahlt.

Die Gewinne können sich aus Zins-, Dividenden- und Mieteinnahmen sowie Wertsteigerungen bei Aktien, Immobilien und Anleihen zusammensetzen. Darüber hinaus ist der Versicherungsnehmer an den versicherungstechnischen Gewinnen seines Versicherers beteiligt (siehe auch Abgeltungsteuer und Kapitalertragsteuer).

Kapitalanlage

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Damit der Versicherer seinen Verpflichtungen nachkommen kann, muss er das angesammelte Vermögen verantwortungsbewusst anlegen. Eine entsprechende Mischung und Streuung der Anlagen sind die Voraussetzungen für eine sichere, rentable und liquide Anlage.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wacht über den Umgang des Versicherers mit den ihm anvertrauten Geldern der Versicherungsnehmer. Dies gewährleistet den Schutz vor Verlusten durch leichtfertige Spekulationen seitens des Versicherers.

Auch auf die Rentabilität wird ein Auge geworfen, denn mindestens der jährlich garantierte Rechnungszins von derzeit 1,75 Prozent muss sichergestellt sein. Da die Langfristigkeit der Versicherungsverträge eine langfristige Kapitalanlage ermöglicht, steht die Frage der Liquidität bei Lebensversicherungsunternehmen weniger stark im Vordergrund.

Kapitalertragsteuer

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Verträge zu privaten Lebens- und Rentenversicherungen, die bis zum 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurden, unterliegen nicht der Kapitalertragsteuer und sind steuerfrei, wenn sie mindestens 12 Jahre bestanden haben und mindestens 5 Jahre lang Beiträge gezahlt wurden.

Verträge, die ab dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, unterliegen der Kapitalertragsteuer - d.h. Erträge (ausgezahlter Betrag abzüglich gezahlter Beiträge) werden versteuert. Die Kapitalertragsteuer wird als Abgeltungsteuer direkt bei der Auszahlung vom Versicherungsunternehmen an das Finanzamt geleistet.

Achtung: Wenn der Vertrag seit 2012 abgeschlossen wurde und ab dem 62. Geburtstag endet und eine Mindestlaufzeit von 12 Jahren hat, müssen die erwirtschafteten Erträge nur zur Hälfte mit dem individuellen Steuersatz versteuert werden. In diesen Fällen sollte sich der Versicherungsnehmer über die Einkommensteuererklärung die zuviel einbehaltene Steuer zurückerstatten lassen.

Kapitalwahlrecht

open/closed

Bei einer Rentenversicherung mit aufgeschobenem Rentenzahlungsbeginn kann der Versicherungsnehmer sich zwischen einer lebenslangen Rentenzahlung und einer einmaligen Kapitalabfindung entscheiden.

Eine Kapitalabfindung erfolgt dann am vereinbarten Tag des Rentenzahlungsbeginns, wenn der Versicherungsnehmer diesen Termin erlebt und dem Versicherer spätestens 3 Monate vor diesem Termin ein entsprechender schriftlicher Antrag vorlag.

Konkrete Verweisung

open/closed

Die abstrakte Verweisung ermöglicht es dem Versicherer, einem Versicherten, der seinem ausgeübten Beruf krankheitsbedingt nicht mehr nachgehen kann, der aber zur Ausübung eines Verweisungsberufes fähig ist, die BU-Leistung abzulehnen. Der Verweisungsberuf muss vom Versicherten auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden können, eine Verpflichtung zur Umschulung besteht nicht. Außerdem muss der Verweisungsberuf in etwa der bisherigen Lebensstellung des Versicherten entsprechen. Der LVM verzichtet bei der LVM-BU-RentePlus bedingungsgemäß auf die abstrakte Verweisung, wenn der Versicherte eine abgeschlossene Berufsausbildung oder langjährige Berufserfahrung nachweisen kann.

Konkrete Verweisung: Bei der konkreten Verweisung kann der Versicherer im Gegensatz zur abstrakten Verweisung die Leistung nur ablehnen bzw. einstellen, wenn der Versicherte den Verweisungsberuf tatsächlich ausübt.

Verweisungsberuf: Ein Beruf kommt als Verweisungsberuf in Frage, wenn er vom Versicherten auf Grund der vorhandenen Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und wenn er der bisherigen Lebensstellung entspricht.

Kostenanteil

open/closed

Beitragsbestandteile: Der Beitrag einer Lebensversicherung setzt sich aus einem Risiko- und einem Kostenanteil zusammen. Ist auch eine Versicherungsleistung für den Erlebensfall vereinbart, kommt noch ein sogenannter Sparanteil hinzu.

Der Risikoanteil dient mit zur Finanzierung der Versicherungsleistungen im Todesfall, bei Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit, die der Versicherer an die versicherten Personen zu leisten hat.

Der Kostenanteil setzt sich aus einem Verwaltungs- und einem Abschlusskostenanteil zusammen. Alle Kosten, die durch die Vertragsführung entstehen (z.B. Inkassokosten oder Kosten für Bestandsführung und -bearbeitung), werden durch den Verwaltungskostenanteil gedeckt.

Einmalige Abschlusskosten entstehen bei Vertragsanfang, wenn Gesundheitsauskünfte angefordert werden, wenn der Versicherungsschein ausgestellt wird sowie für die Beratung und die Werbung. Diese Kosten werden nicht getrennt berechnet, sondern belasten zu Beginn der Versicherung die Deckungsrückstellung. Durch dieses Vorgehen ist bei Versicherungen, zu denen ein Rückkaufswert zu bilden ist, der Rückkaufswert zunächst geringer als die Summe der Sparanteile.

Mit dem Sparanteil wird eine für den Erlebensfall vereinbarte Versicherungsleistung aufgebaut.

Kriegsklausel

open/closed

Tritt der Tod einer versicherten Person in unmittelbarem oder mittelbarem Zusammenhang mit kriegerischen Ereignissen oder mit inneren Unruhen, an denen sie auf Seiten der Unruhestifter teilgenommen hat, ein, beschränkt sich die Leistungspflicht aus einer Lebensversicherung auf den Betrag des Rückkaufswerts, dessen Berechnung sich nach dem Todestag der versicherten Person richtet.

Tritt der Tod im Zusammenhang mit kriegerischen Ereignissen ein, denen die versicherte Person während eines Aufenthalts außerhalb von Deutschland ausgesetzt und an denen sie nicht aktiv beteiligt war, gilt diese Einschränkung der Leistungspflicht nicht.

Kündigung

open/closed

Der Versicherungsnehmer hat das Recht, die Versicherung jederzeit zum Ende des laufenden Versicherungsjahres ganz oder teilweise schriftlich zu kündigen.

Bei einer Ratenzahlung kann er das Vertragsverhältnis auch innerhalb des Versicherungsjahres mit einer Frist von einem Monat zum Schluss eines jeden Ratenzahlungsabschnitts auflösen, frühestens jedoch zum Schluss des ersten Versicherungsjahres.

Er erhält den Rückkaufswert seiner Versicherung - sofern dieser gebildet werden kann - abzüglich eines Stornoabzugs.

L
Leibrente

open/closed

Renten aus privaten Rentenversicherungen werden lebenslang, also bis zum Tod der versicherten Person, gezahlt. Sie werden nach § 22 Einkommensteuergesetz mit dem Ertragsanteil und damit abhängig vom Lebensalter der versicherten Person zum Rentenzahlungsbeginn versteuert.

Leistungsdauer

open/closed

Zeitspanne, für die aus einer Rentenversicherung Leistungen erbracht werden. Unter Umständen kann sie beispielsweise in einer Berufsunfähigkeitsversicherung länger als die Versicherungsdauer sein.

O
Obliegenheiten

open/closed

Obliegenheiten sind Verhaltensregeln für den Versicherungsnehmer. Gemeint sind damit Anzeige- und Auskunftspflichten. Werden diese nicht erfüllt, kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten.

Im Fall einer Verletzung kann der Vertrag gekündigt werden. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, dass der Versicherer Leistungen im Versicherungsfall nicht leisten muss.

R
Rechnungszins

open/closed

Der Rechnungszins stellt eine verbindliche Mindestverzinsung dar. Er muss so gewählt sein, dass er bei niedrigen Kapitalmarktzinsen gewährleistet ist. Derzeit ist ein jährlicher Zins von 1,75 Prozent zugelassen (seit 2012). 


Der durchschnittliche Ertrag, der von den Versicherern aus ihren Kapitalanlagen erzielt wird, ist derzeit wesentlich höher. Die Differenz zwischen Rechnungszins und Zinsertrag wird fast zu 100 Prozent an den Versicherungsnehmer weitergegeben.

Rendite

open/closed

Die Rendite ist der durchschnittliche Ertrag aus den Kapitalanlagen eines Versicherers oder aus einem Investmentfonds.

Rentengarantiezeit

open/closed

Vereinbarte Zeit (meist 10 Jahre), innerhalb der ab dem Rentenzahlungsbeginn einer privaten Rentenversicherung eine Rente gezahlt wird, selbst wenn die versicherte Person vorher stirbt.

Rentenversicherung

open/closed

Eine Rentenversicherung, bei der die Rentenzahlung unmittelbar nach Einzahlung eines Einmalbeitrags beginnt oder eine Rentenversicherung mit aufgeschobenem Rentenzahlungsbeginn, bei der die erste Rentenzahlung nach Ablauf einer vorher vereinbarten Zeitspanne (Aufschubdauer) erfolgt.

Während der Aufschubdauer wird aus den Sparbeiträgen des Versicherungsnehmers Kapital aufgebaut, aus dem die spätere Rente gezahlt wird.

Risikoanteil

open/closed

Beitragsbestandteile
Der Beitrag einer Lebensversicherung setzt sich aus einem Risiko- und einem Kostenanteil zusammen. Ist auch eine Versicherungsleistung für den Erlebensfall vereinbart, kommt noch ein sogenannter Sparanteil hinzu.

Der Risikoanteil dient mit zur Finanzierung der Versicherungsleistungen im Todesfall, bei Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit, die der Versicherer an die versicherten Personen zu leisten hat.

Der Kostenanteil setzt sich aus einem Verwaltungs- und einem Abschlusskostenanteil zusammen. Alle Kosten, die durch die Vertragsführung entstehen (z.B. Inkassokosten oder Kosten für Bestandsführung und -bearbeitung), werden durch den Verwaltungskostenanteil gedeckt.

Einmalige Abschlusskosten entstehen bei Vertragsanfang, wenn Gesundheitsauskünfte angefordert werden, wenn der Versicherungsschein ausgestellt wird sowie für die Beratung und die Werbung. Diese Kosten werden nicht getrennt berechnet, sondern belasten zu Beginn der Versicherung die Deckungsrückstellung. Durch dieses Vorgehen ist bei Versicherungen, zu denen ein Rückkaufswert zu bilden ist, der Rückkaufswert zunächst geringer als die Summe der Sparanteile.

Mit dem Sparanteil wird eine für den Erlebensfall vereinbarte Versicherungsleistung aufgebaut.

Risikoversicherung

open/closed

Lebensversicherung zur ausschließlichen Abdeckung des Todesfallrisikos innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sie kann mit fallender oder konstanter Todesfallleistung abgeschlossen werden.

Risikozuschlag

open/closed

Beitragszuschlag, der ein erhöhtes Risiko eines Versicherungsnehmers ausgleichen soll. Er wird zum Beispiel bei bestimmten beruflichen Tätigkeiten, bei gefährlichen Sportarten und bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen erhoben.

Rückkaufswert

open/closed

Bei Kapitallebensversicherungen und bei privaten Rentenversicherungen wird während der Vertragslaufzeit ein Deckungskapital angespart.

Wird ein Vertrag gekündigt, erhält der Versicherungsnehmer den Rückkaufswert ausbezahlt. Dieser entspricht dem Deckungskapital abzüglich eines Stornoabzugs.

Rückstellung für Beitragsrückerstattung

open/closed

Der Versicherer führt Gewinnanteile einem Sammelfonds (Rückstellung für Beitragsrückerstattung) zu, der mit einer zeitlichen Verzögerung für die Gewinnbeteiligung des Versicherungsnehmers verwendet wird.

Würden die Gewinne jeweils direkt den Versicherungen zugeordnet werden, könnte deren Gewinnbeteiligung von Jahr zu Jahr beträchtlichen Schwankungen unterliegen.

Rücktritt

open/closed

Umwandlung vom ursprünglichen Vertragsverhältnis in ein gesetzliches Rückgewährschuldverhältnis. Beide Vertragsparteien gewähren einander die erhaltenen Leistungen zurück.

Dies gilt jedoch nicht für die Beitragsleistungen des Versicherungsnehmers. Diese Beiträge stehen dem Versicherer bis zum Ende des Versicherungsjahres zu, denn er hat hierfür seinerseits als Leistung Versicherungsschutz gewährt.

Im Gegenzug hat der Versicherer jedoch - soweit vorhanden - den Rückkaufswert auszuzahlen. Ein Rücktritt ist nur möglich, wenn er im Gesetz oder Vertrag vorgesehen ist, z. B. bei Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht.

S
Schlussgewinnanteil

open/closed

Dem Versicherungsnehmer stehen in den letzten Versicherungsjahren Gewinnanteile zu, die durch die zeitlich verzögerten Entnahmen aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung erst später zur Auszahlung gelangen. Daher wird meist bei Versicherungsende durch Ablauf oder Tod ein Schlussgewinnanteil fällig.

Schweigepflicht

open/closed

Das Gesetz schreibt bestimmten Berufsgruppen (z. B. Ärzten, Rechtsanwälten, Seelsorgern) vor, über ihnen in Ausübung ihres Berufs anvertraute Inhalte Stillschweigen zu bewahren. Der Versicherer benötigt vom Versicherungsnehmer und der zu versichernden Person eine Entbindung von der Schweigepflicht.

Selbsttötung

open/closed

Begeht der Versicherungsnehmer vor Ablauf von 3 Jahren seit Abschluss oder seit Wiederinkraftsetzung der Versicherung eine Selbsttötung, besteht Versicherungschutz nur dann, wenn nachgewiesen wird, dass die Tat in einem die freie Willensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter Störung der Geistestätigkeit begangen worden ist. Nach Ablauf der Dreijahresfrist muss der Versicherer seiner Leistungpflicht nachkommen.

Sparanteil

open/closed

Beitragsbestandteile
Der Beitrag einer Lebensversicherung setzt sich aus einem Risiko- und einem Kostenanteil zusammen. Ist auch eine Versicherungsleistung für den Erlebensfall vereinbart, kommt noch ein sogenannter Sparanteil hinzu.

Der Risikoanteil dient mit zur Finanzierung der Versicherungsleistungen im Todesfall, bei Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit, die der Versicherer an die versicherten Personen zu leisten hat.

Der Kostenanteil setzt sich aus einem Verwaltungs- und einem Abschlusskostenanteil zusammen. Alle Kosten, die durch die Vertragsführung entstehen (z.B. Inkassokosten oder Kosten für Bestandsführung und -bearbeitung), werden durch den Verwaltungskostenanteil gedeckt.

Einmalige Abschlusskosten entstehen bei Vertragsanfang, wenn Gesundheitsauskünfte angefordert werden, wenn der Versicherungsschein ausgestellt wird sowie für die Beratung und die Werbung. Diese Kosten werden nicht getrennt berechnet, sondern belasten zu Beginn der Versicherung die Deckungsrückstellung. Durch dieses Vorgehen ist bei Versicherungen, zu denen ein Rückkaufswert zu bilden ist, der Rückkaufswert zunächst geringer als die Summe der Sparanteile.

Mit dem Sparanteil wird eine für den Erlebensfall vereinbarte Versicherungsleistung aufgebaut.

Sterbetafel

open/closed

Für die Kalkulation in der Lebensversicherung werden so genannte Sterbetafeln hinzugezogen.

Sie beinhalten die statistischen Erfahrungswerte für alle versicherungstechnischen Berechnungen wie Beitrag und Beitragsreserve und geben Auskunft darüber, wie viele Personen eines großen Anfangsbestands gleichaltriger Personen nach Ablauf von wie vielen Jahren noch leben bzw. wie viele von ihnen in welchem Lebensalter verstorben sind.

Stundung

open/closed

Unter einer Stundung wird das zeitliche Verschieben der Fälligkeit einer Forderung verstanden.

Bei vorübergehenden Zahlungsschwierigkeiten (z. B. durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit) des Versicherungsnehmers kann die Beitragszahlung vom Versicherer gestundet werden. Dies gilt für den Fall, dass für die Versicherung ein Rückkaufswert besteht und dieser für die Deckung der zu stundenden Beiträge ausreicht.

T
Todesfall-Leistung

open/closed

Wesentlicher Bestandteil der Risikolebensversicherung und der Kapitallebensversicherung ist die Todesfall-Leistung. Die vereinbarte Todesfallsumme wird bei Tod der versicherten Person ausgezahlt.

Auch in der privaten Rentenversicherung kann eine Todesfall-Leistung vereinbart werden.

U
Überschussbeteiligung

open/closed

Damit der Versicherer seine Verpflichtungen dauerhaft erfüllen kann, berücksichtigt er bei der Beitragskalkulation Rechnungsgrundlagen, die auf vorsichtigen Annahmen beruhen.

Aufgrund dieser Kalkulation können Risiko- und Kostengewinne entstehen, wenn die zu erbingenden Leistungen für Versicherungsfälle und Kosten im entsprechenden Geschäftsjahr geringer sind als die hierfür kalkulierten Aufwendungen. Gewinne werden auch durch Zinsgewinne erzielt, wenn aus den der Deckungsrückstellung zugeordneten Kapitalanlagen eine höhere Verzinsung erzielt wird als der garantierte Zins.

Die versicherten Personen sind an den jährlich zu ermittelnden Gewinnen zeitnah und entstehungsgerecht beteiligt. Die entsprechenden Zins-, Risiko- und Kostengewinne werden einzelnen Bestandsgruppen zugeordnet und in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung eingestellt.

Aus dieser werden jeder einzelnen Versicherung Gewinnanteile zugewiesen. Der Vorstand legt auf Vorschlag des verantwortlichen Aktuars jährlich die Höhe der Gewinnanteile fest. Diese werden im Geschäftsbericht ausgewiesen. Für das Jahr 2014 beträgt die Gesamtverzinsung 3,5 Prozent für Verträge der aktuellen Tarifgeneration gegen laufende Beitragszahlung.

V
Verbundene Lebensversicherung

open/closed

Die Versicherung auf verbundene Leben ist im Allgemeinen als Lebensversicherung für Ehepaare oder Geschäftspartner gebräuchlich. Bei ihr wird das Sterbefallrisiko auf 2 versicherte Personen zusammengefasst. Die vereinbarte Versicherungsleistung wird bei Tod der zuerst sterbenden versicherten Person ausgezahlt.

Verpfändung

open/closed

Der Versicherungsnehmer hat die Möglichkeit, seine Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag zur Sicherung einer anderen Forderung an einen Dritten zu verpfänden.

Der Gläubiger ist berechtigt, den verpfändeten Anspruch zur Erfüllung seiner Forderung zu verwenden. Die Verpfändung ist dem Versicherer gegenüber allerdings erst dann wirksam, wenn ihm diese vom bisherigen Berechtigten schriftlich mitgeteilt worden ist.

Versicherter/versicherte Person

open/closed

Die versicherte Person ist die Person, auf deren Leben die Versicherung abgeschlossen wird. Sie muss nicht unbedingt der Vertragspartner des Versicherers (dieser heißt Versicherungsnehmer) sein, und auch nicht Beitragszahler.

Sie hat jedoch gegebenenfalls Obliegenheiten zu erfüllen und sie hat Anspruch auf die Versicherungsleistung aus dem Vertrag, wenn das versicherte Ereignis bei ihr eintritt (Berufsunfähigkeit, Erleben, Tod).

Versicherungsaufsicht

open/closed

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn wacht über die Geschäftstätigkeiten der Versicherungsunternehmen in Deutschland. Sie sorgt dafür, dass die Interessen der Versicherten ausreichend gewahrt und die Gesetze befolgt werden, die für das Versicherungsgeschäft gelten.

Versicherungsbedingungen

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Sie sorgen für einen einheitlichen Vertragsrahmen und gestalten Inhalt und Umfang des Produkts.

Versicherungsfall

open/closed

Das Zustandekommen des versicherten Ereignisses. Das sind zum Beispiel in der Lebensversicherung der Erlebensfall (das Erreichen eines bestimmten vereinbarten Zeitpunkts), die Berufsunfähigkeit und der Tod.

Versicherungsnehmer

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Vertragspartner des Versicherers mit allen Rechten und Pflichten aus dem Vertrag.

Versicherungsschein

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Auch Police genannt - Urkunde über den Versicherungsvertrag. Sie gibt Auskunft über die wesentlichen Vertragsinhalte.

Versicherungsteuer

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Für die Lebensversicherung wird seit Ende der 50er Jahre keine Versicherungsteuer mehr erhoben.

Versicherungssumme

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Vereinbarter Geldbetrag, der im Versicherungsfall in Form einer Kapitalzahlung oder einer Rente ausgezahlt werden soll.

(Abstrakte) Verweisung

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Die abstrakte Verweisung ermöglicht es dem Versicherer, einem Versicherten, der seinem ausgeübten Beruf krankheitsbedingt nicht mehr nachgehen kann, der aber zur Ausübung eines Verweisungsberufes fähig ist, die BU-Leistung abzulehnen.

Der Verweisungsberuf muss vom Versicherten auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden können, eine Verpflichtung zur Umschulung besteht nicht. Außerdem muss der Verweisungsberuf in etwa der bisherigen Lebensstellung des Versicherten entsprechen.

Der LVM verzichtet bei der LVM-BU-RentePlus bedingungsgemäß auf die abstrakte Verweisung, wenn der Versicherte eine abgeschlossene Berufsausbildung oder langjährige Berufserfahrung nachweisen kann.

Konkrete Verweisung: Bei der konkreten Verweisung kann der Versicherer im Gegensatz zur abstrakten Verweisung die Leistung nur ablehnen bzw. einstellen, wenn der Versicherte den Verweisungsberuf tatsächlich ausübt.

Verweisungsberuf: Ein Beruf kommt als Verweisungsberuf in Frage, wenn er vom Versicherten auf Grund der vorhandenen Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und wenn er der bisherigen Lebensstellung entspricht.

Verweisungsberuf

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Die abstrakte Verweisung ermöglicht es dem Versicherer, einem Versicherten, der seinem ausgeübten Beruf krankheitsbedingt nicht mehr nachgehen kann, der aber zur Ausübung eines Verweisungsberufes fähig ist, die BU-Leistung abzulehnen.

Der Verweisungsberuf muss vom Versicherten auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden können, eine Verpflichtung zur Umschulung besteht nicht. Außerdem muss der Verweisungsberuf in etwa der bisherigen Lebensstellung des Versicherten entsprechen.

Der LVM verzichtet bei der LVM-BU-RentePlus bedingungsgemäß auf die abstrakte Verweisung, wenn der Versicherte eine abgeschlossene Berufsausbildung oder langjährige Berufserfahrung nachweisen kann.

Konkrete Verweisung: Bei der konkreten Verweisung kann der Versicherer im Gegensatz zur abstrakten Verweisung die Leistung nur ablehnen bzw. einstellen, wenn der Versicherte den Verweisungsberuf tatsächlich ausübt.

Verweisungsberuf: Ein Beruf kommt als Verweisungsberuf in Frage, wenn er vom Versicherten auf Grund der vorhandenen Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und wenn er der bisherigen Lebensstellung entspricht.

Verzinsliche Ansammlung

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Gewinnanteile können vor Eintritt des Versicherungsfalls verzinslich oder in Fondsanteilen angesammelt, zur Erhöhung der versicherten Leistung verwendet oder mit den Beiträgen verrechnet werden.

  • Verzinsliche Ansammlung: Die jährlichen Gewinnanteile werden einem Ansammlungskonto gutgeschrieben. Der Zinssatz entspricht der durchschnittlichen Verzinsung der Kapitalanlagen des Versicherers. Bei Versicherungsende wird das Guthaben aus diesem reinen Sparprozess zusammen mit der vereinbarten Versicherungssumme ausgezahlt.

  • Anlage der Gewinne in Fonds: Bei einigen Tarifen ist anstelle der verzinslichen Ansammlung auch die Anlage der Gewinne in Fonds möglich.

  • Beitragsverrechung: Durch die Verrechnung der Gewinnanteile mit den fälligen Beiträgen verringert sich der Beitragsaufwand bei gleichbleibender Versicherungssumme.

  • Gewinnverwendung nach Rentenzahlungsbeginn: Bei einer Rentenversicherung im Erlebensfall existieren für die Verwendung der Gewinnanteile 2 Möglichkeiten der Verwendung: eine gewinnabhängige Erhöhung der Rente oder gewinnabhängige Zusatzrente.


Vorvertragliche Anzeigepflicht

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Alle bekannten Umstände, die für die Übernahme des Versicherungschutzes erheblich sind und nach denen der Versicherer in Schriftform gefragt hat, müssen vom Antragsteller und der zu versichernden Person mitgeteilt werden.

Dies betrifft insbesondere die im Versicherungsantrag gestellten Fragen. Alle Fragen müssen wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden. Wird dieser Pflicht nicht nachgekommen, kann der Versicherer den Versicherungsschutz versagen.

W
Wiederinkraftsetzung

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Auf Antrag des Versicherungsnehmers kann eine erloschene oder beitragsfrei gestellte Versicherung wieder in Kraft gesetzt und damit der Versicherungsschutz wieder hergestellt werden.

Z
Zustellungsbevollmächtigter

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Eine Person, die vom Versicherungsnehmer bevollmächtigt ist, Erklärungen des Versicherers entgegenzunehmen. Die Bennenung eines Zustellungsbevollmächtigten ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn man sich längere Zeit im Ausland aufhält.


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Versicherungsagentur
vor Ort

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