LVM

Verbraucher-Tipps:
Krankenversicherung

Ein richtiger Versicherungsschutz fängt beim Wissen über mögliche Gefahren und Risiken an. Hier finden Sie einige wertvolle Tipps.

Je geringer die Leistungen der Krankenkasse für Zahnersatz, desto mehr lohnt sich eine private Zusatzversicherung. Denn die neuen Zuschussregeln der Kassen für Zahnersatz nehmen den Patienten stärker in die Pflicht. Die gesetzliche Kasse zahlt nach Prüfung des zahnärztlichen Kostenvoranschlags nur noch die Regelversorgung. Ihr Eigenanteil für Zahnersatz kann bis zu etwa 75 Prozent betragen.

Ein Beispiel: Bei einem fehlenden Zahn sieht der Regelversorgungskatalog eine Brücke ohne Verblendung vor, Kostenpunkt 700 Euro. Davon trägt die Kasse die Hälfte, also 350 Euro. Entscheidet sich der Patient aber für eine verblendete Krone - Kostenpunkt 1.000 Euro -, erhält er keinen Cent zusätzlich von der Kasse: Es bleibt bei den 350 Euro. Sein Eigenanteil hingegen steigt auf 650 Euro. Noch teurer käme ein Implantat, hier entstünde ein Eigenanteil von rund 1.250 Euro.

Diese Kosten und Mehrkosten für hochwertigeren Zahnersatz können Sie mit einer privaten Zahnzusatzversicherung deutlich senken und bis zu 100 Prozent auffangen.

Bei der Zahlung von Krankengeld durch Gesetzliche Krankenkassen werden Gehälter oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze nicht berücksichtigt. Deshalb drohen vielen Besserverdienenden bei Arbeitsunfähigkeit erhebliche Einkommensverluste. Arbeitnehmer erhalten im Krankheitsfall mindestens 6 Wochen lang Lohnfortzahlung, danach zahlt die Krankenversicherung ein Krankengeld. Das sind 70 Prozent des letzten beitragspflichtigen Gehalts, maximal 90 Prozent des Nettoarbeitsentgelts.

Freiwillig versicherte Angestellte sind beim Krankengeld häufig unterversichert, weil das Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze von aktuell monatlich 3.825 Euro brutto nicht berücksichtigt wird. Entsprechend groß ist dann bei längerer Krankheit der Einkommensausfall.

Höchstens 2.348,70 Euro im Monat Das ausgezahlte Krankengeld für Arbeitnehmer beträgt derzeit maximal 78,29 Euro kalendertäglich und somit 2.348,70 Euro im Monatsdurchschnitt. Vor allem für Besserverdienende reicht dieses Krankengeld nicht aus, bei einer längeren Krankheit die laufenden Ausgaben zu bezahlen.

Tipp: Schließen Sie die Lücke zum Nettoeinkommen mit einer privaten Krankentagegeld-Versicherung. Bis zur Höhe Ihres Nettoeinkommens können Sie so das Krankengeld der Kasse "privat" ergänzen. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.lvm.de.

Auch wenn es nur wenige Tage sind, die Sie im Jahr im Ausland verbringen: Eine Auslandsreiseversicherung ist eine sinnvolle und wichtige Versicherung. Viele gesetzliche Krankenversicherer zahlen zwar die Behandlung im Umfang der vor Ort üblichen Leistungen (oft nicht vergleichbar mit deutschen Standards!), alles was darüber hinausgeht oder gar der Krankenrücktransport ist häufig nicht eingeschlossen und vom Versicherten selbst zu tragen. Daher empfiehlt sich die Auslandsreiseversicherung, zumal der Preis für die Versicherung im Vergleich zu den abgesicherten Kosten überschaubar gering ist. Auch für privat Krankenversicherte oder Beihilfeberechtigte lohnt sich die Zusatzversicherung. Denn die privaten Krankenversicherungen übernehmen ebenfalls nicht alle anfallenden Auslandskosten.

Tipp: Wenn Sie länger als 6 Wochen am Stück verreisen, benötigen Sie einen Vertrag für die einzelne Reise. Bei kürzeren Reisen lohnt sich ein Jahresvertrag, der für Einzelpersonen oder aber auch als Familienpaket erhältlich ist. Die LVM-Auslandsreiseversicherung erhielt von der Zeitung Finanztest das Urteil "Sehr gut".

Als privat Krankenversicherter können Sie nicht nur bessere Leistungen in Anspruch nehmen als Kassenpatienten, sondern in den meisten Fällen auch noch viel Geld sparen. Vorausgesetzt, Sie planen vorausschauend.

Tipp: Entscheiden Sie sich für ein solides Unternehmen, das für die Versicherten ein finanzielles Polster anlegt ("RfB-Quote") und einen Großteil der erwirtschafteten Überschüsse an seine Kunden weitergibt ("Überschussquote"). So können Kostensteigerungen im Gesundheitswesen besser aufgefangen werden, was sich in langfristig moderaten Beiträgen widerspiegelt.

Weitere Tipps: Wechseln Sie am besten schon in jungen Jahren. Legen Sie die Differenz zum höheren gesetzlichen Kassenbeitrag an. Und überprüfen Sie von Zeit zu Zeit, ob der Versicherungsschutz noch den individuellen Bedürfnissen entspricht.

Wer von seinem Arzt ein Medikament verschrieben bekommt, kann in der Apotheke sein blaues Wunder erleben. Denn gesetzlich Versicherte müssen zu jedem Medikament nicht nur mindestens 5 Euro (je nach Packungsgröße) dazuzahlen, sondern oft noch tiefer in die Tasche greifen.

Grund: Die gesetzlichen Krankenkassen haben für verschreibungspflichtige Medikamente Höchstpreise festgelegt. Sobald das vom Arzt verordnete Medikament diesen sogenannten Festpreis übersteigt, muss der Kassenpatient die vollständige Differenz selbst bezahlen. Und diese Zuzahlungen sind nur einer von vielen Einschnitten in den Leistungskatalog der Kassen, denen weitere folgen werden!

Tipp: Prüfen Sie, ob Sie in die private Krankenversicherung wechseln können. Der monatliche Beitrag wird hier individuell, das heißt risikogerecht, kalkuliert. Zuzahlungen oder Leistungseinschnitte sind für privat versicherte Patienten Fremdworte.

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