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Verbraucher-Tipps:
Haftpflicht

Ein richtiger Versicherungsschutz fängt beim Wissen über mögliche Gefahren und Risiken an. Hier finden Sie einige wertvolle Tipps.

Wer seine private Haftpflichtversicherung lange nicht überprüft hat, wiegt sich unter Umständen in trügerischer Sicherheit. Ein Blitz-Check hilft, gefährliche Lücken zu erkennen.

Für Schäden, die man anderen zufügt, muss man unbegrenzt haften. Weil jedem einmal versehentlich ein Missgeschick passieren kann, bei dem ein Dritter verletzt wird oder dessen Sachen beschädigt werden, haben die meisten Haushalte eine Privathaftpflicht-Versicherung. Aus gutem Grund: Wegen des unbegrenzten Risikos ist diese Police die wichtigste von allen.

Manche neue Risiken sind extra zu versichern
Die Privathaftpflicht-Versicherung gilt für die meisten privaten Lebensbereiche, aber nicht für alle. Manche Risiken sind extra zu versichern, damit nicht alle Kunden für einen Schutz bezahlen müssen, den sie nicht benötigen. Die folgende Checkliste hilft, eventuelle Lücken im Versicherungsschutz zu erkennen:

  1. Ist ein Hausbau oder ein größerer Umbau geplant?
  1. Werden Wohnräume vermietet?
  1. Wurde eine Immobilie im Ausland erworben?
  1. Sind größere Haustiere, zum Beispiel Hunde oder Pferde aufgenommen worden?
  1. Werden Modellfahrzeuge benutzt?
  1. Befinden sich Wasserfahrzeuge im Besitz?
  1. Werden motorbetriebene Kleinfahrzeuge wie Aufsitzrasenmäher oder Kinderfahrzeuge gefahren?
  1. Sind ehrenamtliche oder berufliche Risiken dazugekommen?
  1. Ist ein längerer Auslandsaufenthalt geplant?

Ein genauer Abgleich schafft Klarheit
Die Checkfragen können eine erste Orientierung bieten. Um dabei nichts zu übersehen, empfiehlt es sich, zusätzlich einen Versicherungsvermittler hinzuzuziehen, der den persönlichen Bedarf mit der vorhandenen Versicherungspolice abgleicht.

Offenbart die Beratung eine Lücke im Versicherungsschutz, braucht niemand Angst vor gewaltigen Versicherungsbeiträgen zu haben. Denn die privaten Haftpflicht-Policen sind - gemessen an der umfassenden Absicherung und den hohen Deckungssummen - immer noch vergleichsweise günstig.

Der starke Freund als Umzugshelfer, das nette Nachbarskind als Hundesitter oder handwerklich begabte Bekannte, die gerne beim Umbau mitanfassen - Solange diese Hilfe reibungslos funktioniert, sind alle Beteiligten glücklich und zufrieden. Doch sobald ein Missgeschick oder unglückliche Umstände zu Schäden führen, konnte der gut gemeinte Freundschaftsdienst lange Zeit schnell zur Kostenfalle werden. Gefälligkeitsschäden waren grundsätzlich nicht im Leistungskatalog der Versicherungen enthalten. Die LVM hat ihre Haftpflichtversicherung auch um solche Schäden erweitert, die während einer Hilfeleistung entstehen.

Tipp: Überprüfen Sie in Ihrer Haftpflichtpolice, ob Sie auch gegen Gefälligkeitsschäden abgesichert sind. Die LVM bietet zudem ein Verischerungspaket, das Schäden an Geliehenem einschließt. Auch hier galt bisher: Haftpflichtversicherungen decken grundsätzlich keine Schäden an geliehenen, gepachteten oder gemieteten Gegenständen ab.

Schon eine kleine Unachtsamkeit kann schwere Folgen haben. Beispielsweise für einen Autofahrer, der einem Fußgänger ausweichen muss, weil dieser nicht auf "Grün" warten wollte. Glück im Unglück hat der Autofahrer, wenn der Fußgänger privathaftpflichtversichert ist. Doch etwa jeder Dritte besitzt keine derartige Police. Zudem haben sich viele versicherte Personen aus falsch verstandener Sparsamkeit für eine Versicherungssumme entschieden, die im Ernstfall womöglich nicht ausreicht.

Tipp: Ärger gibt es nach einem Schaden sowieso genug. Wer jetzt nicht auch noch auf den Kosten sitzen bleiben will, sollte selbst vorsorgen. Schutz bietet ein neuer Zusatz zur eigenen Privathaftpflichtversicherung. Sein Name: Ausfallversicherung. Sie zahlt, wenn der Schädiger nicht haftpflichtversichert ist und Ihren Forderungen nach Schadenersatz nicht nachkommen kann. Voraussetzung ist ein vollstreckbarer Titel über einen Schaden von mindestens 1.500 Euro. Versichert sind sämtliche Fälle, deren Kosten Ihre eigene Haftpflichtversicherung übernähme, wenn Sie sie selbst verursacht hätten. Weitere Auskünfte kostenfrei unter Telefon 0800/5863733 und im Netz.

Hunde sind unberechenbar. Das gilt für große und kleine Hunde gleichermaßen. Auch wenn einige Hunderassen in der Vergangenheit verstärkt in die Kritik geraten sind: Kein Hundebesitzer kann hundertprozentig ausschließen, dass sein Hund einer anderen Person einen Schaden zufügt. Selbst kleine Hunde können Schäden in Millionenhöhe verursachen. Beispielsweise wenn sie sich von der Leine losreißen und einen Autounfall verursachen.

Tipp: Hundehalter müssen finanziell auf der sicheren Seite sein. Für sie gibt es eine spezielle Haftpflichtversicherung. Die Police kostet - je nach Laufzeit des Vertrages und Deckungssumme - zwischen 75 Euro und 125 Euro. Empfehlenswert ist eine Deckungssumme von 10 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden. Beiträge lassen sich sparen, wenn der Vertrag mindestens 3 Jahre läuft. Weitere Infos erhalten Hundehalter kostenfrei unter Telefon 0800/586 37 33.

Als Großeltern findet man endlich die Zeit, die für die eigenen Kinder vielleicht gefehlt hat. Gemeinsame Aktivitäten genießen die Großen wie die Kleinen. Doch dabei immer ein wachsames Auge auf die Enkelkinder zu haben - fast unmöglich. Ein kleines Missgeschick ist da schnell passiert.

Sind die Enkel noch keine 7 Jahre alt, müssen sie rein rechtlich für einen Schaden nicht aufkommen ("deliktsunfähig"). Und meist haftet auch sonst niemand dafür. Peinlich ist es für die Großeltern dennoch, wenn ihr Schützling beispielsweise die Scheibe des Nachbarn mit dem Fußball zerschießt. Um des lieben Friedens willen, fühlen sie sich dann verpflichtet, den Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen. Mit einer LVM-Privat-Haftpflicht55Plus ist dies kein Problem. Sie zahlt auch bei Schäden durch deliktsunfähige Enkelkinder. Ein beruhigendes Gefühl für stolze Großeltern.

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